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Kürzlich wurden zwei schwerwiegende Sicherheitslücken innerhalb des Linux
Kernel bekannt, die beide sowohl gleiche Auswirkungen haben, als auch beide
innerhalb des vmsplice() System Call existieren. Der vmsplice() System Call
wurde in Linux 2.6.17 neu aufgenommen. Es gibt keine Konfigurationsoption
um vmsplice() zu deaktivieren.
Die erste Sicherheitslücke wurde (unbewusst) in Linux Kernel 2.6.23
hinzugefügt. Linux Kernel 2.6.22 und älter sind für den ersten Exploit
nicht angreifbar. Dieses Problem wurde in Linux 2.6.23.15 und Linux
2.6.24.1 behoben, dem Problem wurden die Kennungen
CVE-2008-0009
und CVE-2008-0010
zugewiesen.
Die zweite Sicherheitslücke ist gravierender, sie besteht seit Aufnahme von
vmsplice() in den Linux Kernel, so dass jeder Kernel von Version 2.6.17 an
aufwärts betroffen ist. Dieses Problem wurde in den Linux Kernel Versionen
2.6.24.2, 2.6.23.16 und 2.6.22.18 behoben, zugewiesen wurde die Kennung
CVE-2008-0600.
=gentoo-sources-2.6.23-r8 und =gentoo-sources-2.6.24-r2
beinhalten die Korrekturen für beide Schwachstellen und sind daher sicher
gegen alle derzeit bekannten vmsplice-Exploits. Da es sich um erhebliche
Schwachstellen handelt (lokale Privilegeneskalation), raten wir allen
Benutzern dringend, schnellstmöglich auf die derzeit aktuellste verfügbare
Version der gentoo-sources zu aktualisieren.
Benutzer eines Gentoo/Hardened Systems und hardened-sources Patchset mit
aktivierten GRsecurity/PaX-Funktionen (speziell KERNEXEC und UDEREF)
sollten nicht in dem Ausmaß betroffen sein -
die Erlangung von root-Privilegien wird verhindert, jedoch führen die
bekannten Exploits zu einem DoS, der nach einem vielfachem Aufruf der
Exploits zu einem Systemstillstand führen kann.
Wichtig: Für Kernel-Source Pakete gibt das Gentoo Security Team
keine Sicherheitsannouncements heraus, so dass Sie zwingend die jeweils
aktuellsten verfügbaren Kernel-Sourcen Pakete nutzen sollten und die
einschlägigen Mailinglisten und Newsticker im Auge behalten sollten.
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