2009-08-01, Rev. 1.13Das Fluxbox Konfigurations-HOWTO
Dieses Howto beschreibt, wie Sie den Fluxbox Window-Manager für X11
installieren und konfigurieren.
Das Fluxbox Konfigurations-HOWTO
1.
Einleitung
1.1 Einleitung zum Fluxbox Window-Manager
Für jene, die nicht mit dem Linux Desktop-Modell vertraut sind, Window-Manager
(WMs) sind die Programme, die von X11 gestartet werden, um andere graphische
Programme zu verwalten. WM kontrollieren wo jedes Fenster platziert ist, dessen
Größe und welche(r) Desktop(s) auf dieses Zugriff haben. Das kann automatisch
über eine Zusammenstellung von benutzerdefinierten Regeln erfolgen, oder
während der Laufzeit über die Maus und möglicherweise über Tastaturkürzel,
abhängig vom verwendeten WM.
Manche WM bieten mehr Funktionen als nur die Fensterverwaltung. Fluxbox bietet
ebenfalls eine Plattform um Progamme zu starten, Tastaturkürzel beziehungsweise
Hintergründe zu konfigurieren und Informationen getrennt anzuzeigen. GNOMEs
Standard-WM Metacity beinhaltet diese Funktionen zwar nicht, stellt diese aber
durch weitere GNOME Programme zur Verfügung. Somit kann man nicht unbedingt
sagen, dass Fluxbox ein schlanker WM ist. Dadurch, dass Fluxbox alles für einen
einfachen Desktop beinhaltet, benutzen ihn viele Leute anstatt einer
umfangreicheren Desktopumgebung wie GNOME oder KDE.
Um das Ganze noch etwas komplizierter zu machen, kann Fluxbox den Standard-WM
für GNOME oder KDE ersetzen. Als Beispiel finden manche Leute, dass Metacity,
GNOMEs WM, einfach nicht die benötigte Flexibilität bietet, FLuxbox wiederum
nicht alle integrierten Programme beinhaltet, die sie von einer kompletten
Desktop-Umgebung erwarten. Daher kann jemand zum Verwalten der Fenster Fluxbox
und GNOME für den Rest verwenden. Beachten Sie, dass es bei diesem Setup
Probleme mit überlappenden Funktionen gibt.
Fluxbox kann mit Software Dritter erweitert werden. Das ist oft in Fällen
limitierter Hardwareressourcen ideal, oder einfach nur eine Frage des
persönlichen Geschmacks.
Diese Anleitung zielt auf jene ab, die neu bei Fluxbox sind, oder einfach nur
mehr aus ihrer Gentoo/Fluxbox Erfahrung herausholen möchten. Diese Anleitung
beschreibt ebenfalls wie man mehr (optionale) Funktionen durch den Einsatz von
Software Dritter, die mit Fluxbox gut zusammenarbeiten, erhält.
2.
Fluxbox installieren
2.1 Basisinstallation
Stellen Sie bitte zuerst sicher, dass Sie eine funktionierende X-Umgebung haben,
wie im X-Server-Konfigurations-HOWTO
gezeigt.
Bevor Sie Fluxbox installieren, sollten Sie einen Blick auf einige der
verfügbaren USE-Flags werfen.
Obwohl die USE-Flags gnome und kde aus Kompatibilitätsgründen mit
diesen Umgebungen bereitgestellt werden, hat die Erfahrung des Autors gezeigt,
dass diese USE-Flags nicht notwendig sind. Wenn Sie sich dazu entscheiden, qt,
gtk+ oder irgendein anderes KDE/GNOME-Hilfsprogramm zu verwenden, können Sie
dieses einfach unabhängig vom Rest emergen und konfigurieren. Die Flags
gnome und kde fügen einfach nur die Unterstützung für die
entsprechenden Protokolle hinzu und hängen nicht von externen Bibliotheken ab.
Jedoch erhöhen sie die Größe der Fluxbox-Binary.
Weiterhin gibt es ein Flag vim-syntax, um die Konfiguration später
einfacher zu machen. Dieses Flag wird fluxbox-syntax, ein spezielles
Fluxbox-Farbschema für vim installieren. Dieses ermöglicht es den
Benutzern, die Inhalte ihrer keys- und init-Dateien für Fluxbox lesbarer
anzuschauen. Es ist eine winzige Erweiterung für vim, daher wird sie sehr
empfohlen.
Zum Schluss gibt es noch zwei Flags, die die Funktionalität von Flubox
anpassen: slit und toolbar. Diese Flags werden angeboten, damit
Benutzer, welche slit
oder die toolbar nicht benötigen,
Fluxbox auch ohne diese kompilieren können. Dies ist nützlich, wenn Sie eine
extrem minimale Umgebung haben wollen oder falls Sie vorhaben, andere
Anwendungen zu verwenden, die diese Features anbieten, z.B. eigenständige Panel
oder Docks.
Sobald Sie sich für Ihre USE-Flags entschieden haben, fügen Sie sie zur
/etc/portage/package.use hinzu:
Befehlsauflistung
1.1: Beispiel: Hinzufügen der USE-Flags
# echo "x11-wm/fluxbox -gnome -kde truetype vim-syntax" >> /etc/portage/package.use
Es ist ebenfalls nötig, ein Programm zu verwenden, das das X-Display sperrt und
somit unautorisierten Zugriff verhindert. Daher sollten Sie auch
xlockmore emergen. Die Mehrheit der Anwender möchte ebenfalls die
Möglichkeit haben, Ihren eigenen Hintergrund zu setzen, daher werden wir auch
eterm, ein nettes X11-Terminal, emergen.
Befehlsauflistung
1.2: Fluxbox emergen
# emerge fluxbox xlockmore eterm
Nun, das wars schon. Fluxbox ist jetzt installiert! Wie auch immer, Sie werden
wahrscheinlich mit diesen Programmen allein noch nicht sehr effizient arbeiten
können. Die folgenden Abschnitte werden Ihnen helfen weitere möglicherweise
notwendige Pakete zu installieren und Fluxbox sowie die Programme Dritter für
sich einzurichten. Vergessen Sie nicht, dass alle diese Schritte optional sind
und Sie je nach belieben wählen können.
3.
Fluxbox konfigurieren
3.1 X11 vorbereiten
Fluxbox ist einfach ein weiters Programm, das unter X11 läuft. Falls gewünscht,
können Sie zuerst startx eingeben und anschließend in einem xterm
fluxbox. Dies wird auf die Dauer aber ganz schön lästig. Falls Sie sich
dazu entscheiden nicht direkt ins GUI zu booten, allerdings X11 manuell zu
starten, können Sie Fluxbox durch X11 automatisch laden. Geben Sie dazu als
normaler Benutzer (nicht-root) folgenden Befehl ein:
Befehlsauflistung
1.1: Bearbeiten Ihrer xinit
$ echo "exec startfluxbox" > ~/.xinitrc
Das ist ebenfalls nicht für alle Benutzer ideal, da viele immer eine
Desktopumgebung verwenden möchten; es ist lästig jedes Mal startx
einzugeben, wenn es erwünscht ist, bei jedem Boot ein GUI zu verwenden. Für den
Unwissenden stellt das ebenfalls ein Sicherheitsrisiko dar. Falls Sie Ihr
X11-Display mit xlock sperren, aber von der Konsole aus gestartet haben,
kann jemand mit physischem Zugang zum Computer zu dieser Konsole wechseln, X11
beenden und Ihren Account benutzen. Verhindern können Sie das nur, indem Sie
entweder X11 in den Hintergrund schieben oder innerhalb von screen
starten, detachen und sich ausloggen, im besten Fall immer noch eine lästige
Prozedur. Wenn jemand einen graphischen Login-Manager verwendet, besteht dieses
Problem nicht. Allerdings wird dabei X11 als root laufen, was eventuell nicht
gut ist. Zum Zeitpunkt an dem der Autor dieses Dokument verfasst hat, waren ihm
keine Exploits bekannt, sollte aber eines existieren, sollten Sie entweder X11
nicht verwenden, oder nur durch die oben genannte Variante mit screen.
Beachten Sie, dass das kein Problem von Fluxbox ist, sondern X11 selbst
betrifft.
Es gibt einige grafische Login-Manager aus denen Sie wählen können, wir
verwenden hier SLiM. Sie möchten
eventuell einen anderen Manager verwenden, aber SLiM funktioniert zusammen mit
Fuxbox sehr gut, so wie mit jeder anderen Umgebung, die Sie vielleicht
installiert haben, wie zum Beispiel GNOME, KDE oder Xfce.
Befehlsauflistung
1.2: Login-Manager
# emerge slim
# rc-update add xdm default
|
Stellen Sie sicher, dass Sie slim emergen und xdm zu ihren
Bootskripten hinzufügen und nicht umgekehrt! Die Reihenfolge zu verwechseln wird
Fehler verursachen. Wir müssen ebenfalls eine systemweite Konfigurationsdatei
editieren:
|
Befehlsauflistung
1.3: /etc/conf.d/xdm editieren
DISPLAYMANAGER="slim"
3.2 Themen und Artwork
Diesen Abschnitt können Sie überspringen, wenn Sie wirklich eine minimale
Umgebung haben möchten. Allerdings ist es nett, dem Benutzer zu erlauben, das
Aussehen ihres WMs zu verändern. Themen speziell für Fluxbox, Gentoo Artwork
für jeden WM und Themen die mit jedem *box WM verwendet werden können, werden
installiert.
Befehlsauflistung
2.4: Stile und Artwork installieren
# emerge commonbox-styles commonbox-styles-extra \
fluxbox-styles-fluxmod gentoo-artwork
3.3 Fluxbox zum ersten Mal benutzen
Nun sind Sie bereit, Fluxbox zum ersten Mal zu benutzen. Es wird dann ein
Verzeichnis ~/.fluxbox/ in Ihrem Heimatverzeichnis angelegt, in dem
Fluxbox alle Einstellungen speichert, und setzt einige Standardeinstellungen.
Befehlsauflistung
3.5: Starten von Fluxbox von der Konsole aus
$ startx
Wenn Sie SLiM oder einen anderen Display-Manager installiert haben, starten Sie
diesen, indem Sie root werden und folgendes ausführen:
Befehlsauflistung
3.6: Starten des Display-Managers
# /etc/init.d/xdm start
Wählen Sie dann Fluxbox als Session aus und loggen Sie sich mit Ihrem
gewöhnlichen Benutzer ein.
Sobald Fluxbox läuft, wird es ziemlich schlicht aussehen. Sie sollten einen
leeren Desktop mit einer Toolbar am unteren Rand sehen. Sie können dann irgendwo
auf dem Desktop rechtsklicken, um das Menü aufzurufen. Mit dessen Hilfe sollten
Sie dann in der Lage sein, jede X-Anwendung zu starten, die Sie wollen, oder
ein Terminal zu öffnen, von dem aus Sie alles ausführen können, was Sie wollen.
3.4 Fluxbox Tasten
Fluxbox kommt mit einem sehr schmalen Standardtastensatz. Dieser ermöglicht dem
Benutzer nur zwischen Fenstern und Desktops zu wechseln. Bevor Sie diese
ändern, ist es nötig einige Dinge zu wissen. In der Fluxbox Keys-Datei gibt es
einige ungewöhnliche Modifikatoren. Mod1 ist generell als "Alt" Taste bekannt,
Mod4 ist die unaussprechliche (Windows) Taste. Strg und Shift sind Ctrl und
Shift. Es ist normalerweise das Beste Alt/Windows-Tasten zu benutzen, da
andere X11-Programme dazu tendieren, Strg und Shift für ihre eigenen
Tastenkürzel zu verwenden.
All diese Tastenkürzel sind eigenständig, daher sollten Sie jene auslassen die
nicht erwünscht sind, oder passen Sie sie an Ihre eigenen Bedürfnisse an. Diese
Anleitung verwendet die Programme, die nach Meinung des Autors am häufigsten
verwendet werden. Daher sollten Sie auch die Namen der verwendeten Pakete
ersetzen, die von den hier genannten abweichen. Für mehr Informationen lesen
Sie bitte die Fluxbox Manpage.
So, nachdem das geklärt wurde, starten Sie einen Texteditor (nicht-root
Benutzer), öffnen ~/.fluxbox/keys und erweitern diese
Tastenkürzel.
Befehlsauflistung
4.7: Tastenkürzel anpassen
Mod4 l :ExecCommand xlock
Mod1 f :ExecCommand firefox
Mod1 t :ExecCommand thunderbird
Mod1 o :ExecCommand oowriter
Mod1 v :ExecCommand gvim
Mod1 e :ExecCommand Eterm -name alsa -e alsamixer
Mod1 r :ExecCommand fbrun
Mod1 4 :Close
Mod1 m :Minimize
Mod1 a :ExecCommand aterm -name aterm -sl 3000 -tr +sb -sr -sk -bg black -fg \
white -fade 90 -bl -tn xterm -fn \
-misc-fixed-medium-r-normal-*-*-120-*-*-c-*-iso8859-15 -g 116x57
Mod1 s :ExecCommand aterm -name aterm -sl 3000 -tr +sb -sr -sk -bg black -fg \
white -fade 90 -bl -tn xterm -fn \
-misc-fixed-medium-r-normal-*-*-120-*-*-c-*-iso8859-15 -g 116x57 -e su -
3.5 System Monitor
Es ist eine weit verbreitete Entscheidung, einen System Monitor für X11 Desktop
Systeme zu verwenden. Gkrellm ist ein geläufiger Überwacher, aber im Sinne vom
Fluxbox Minimalismus werden wir einen einfacheren Überwacher verwenden:
conky. Falls erwünscht, verwenden Sie einen anderen Überwacher; es gibt
genügend HowTos woanders.
Befehlsauflistung
5.8: Installation von conky
# emerge conky
Die Standardkonfigurationsdatei von conky ist relativ begrenzt, mehr
Informationen können Sie in der Manpage oder im Gentoo Linux conky Howto finden.
3.6 Symbole
Fluxbox kommt nicht mit einem Werkzeug oder Programm, um Symbole am Desktop
darzustellen; alles wird über Tastenkürzel oder das Rechts-Klick Menü
gehandhabt. iDesk ist ein Programm um genau das zu bewerkstelligen. Dieses
Programm ist für Benutzer von minimalen WMs, so wie wir es sind, die Symbole im
root-Fenster anzeigen möchten. Außerdem unterstützt es weitere tolle
Grafikeffekte wie zum Beispiel Transparenz! Trotz seines Namens gehört iDesk
nicht zu Apple oder Mac (so weit das dem Autor bekannt ist). Um iDesk zu
installieren, geben Sie einfach nur folgendes ein:
Befehlsauflistung
6.9: iDesk installieren
# emerge idesk
Damit iDesk die von uns gewünschten Symbole anzeigt, muss nach der Installation
noch die Konfiguration angepasst werden. Die dafür nötige Konfigurationsdatei
finden Sie unter: ~/.ideskrc. Das ist eigentlich eine eher
langwierige Angelegenheit und kann daher in dieser Anleitung nicht detailliert
besprochen werden. Die folgenden Ressourcen werden Ihnen helfen iDesk zu
konfigurieren: man idesk, iDesks
Gebrauchsanweisung und dieser Thread in den Gentoo
Foren.
3.7 Grafische Dateimanager
Es ist wichtig zu erwähnen, dass Gentoo keinen Dateimanager benötigt. Es ist
tadellos möglich, und auch einfacher (nach Meinung des Autors),
Dateimanipulation über die Kommandozeile durchzuführen. Allerdings ist nicht
Jeder dieser Meinung...
Viele Benutzer die neu bei Gentoo/Fluxbox sind, werden durch das Fehlen eines
graphischen Dateimanagers wie zum Beispiel nautilus in Gnome
abgeschreckt. Fluxbox selbst bietet kein derartiges Programm, aber wie üblich
ist es einfach sich eines dieser Art zu beschaffen. Es gibt viele die zur
Auswahl stehen, allerdings behandelt diese Anleitung nur drei davon. Einen für
die Minimalisten die nur-Text mögen und zwei für jene,
die es mögen auf Symbole zu klicken. Es ist natürlich auch möglich alle drei zu
installieren und diese auszuprobieren.
3.8 Gentoo Dateimanager - minimalistisch
Gentoo ist ein Dateimanager, der versucht, alle Vorteile einer GUI-Oberfläche
ohne das Übliche aufgeblasene Drumherum bereitzustellen.
Befehlsauflistung
8.10: Installieren des Gentoo-Dateimanagers
# emerge gentoo
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Der Gentoo-Dateimanager ist ein von der Gentoo Linux Distribution unabhängiges
Projekt. Für mehr Informationen darüber sehen Sie sich bitte die Name and Logo Usage Guidelines
an.
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Der Gentoo-Dateimanager zielt darauf ab, völlig über das GUI konfigurierbar zu
sein, passen Sie ihn also Ihren Wünschen entsprechend an.
3.9 Rox Dateimanager - beinhaltet Symbole
Rox ist ein Dateimanager der Symbole und Text benutzt und ähnelt daher dem
Windows Explorer.
Befehlsauflistung
9.11: Installieren des Rox Dateimanagers
# emerge rox
Rox verhält sich meist wie "traditionelle" Dateimanager, daher sollte seine
Oberfläche sehr intuitiv sein. Falls nicht, gibt es immer noch die Manpages.
3.10 Der Dateimanager Thunar
Thunar ist ein leichtgewichtiger,
schneller Dateimanager, der sich, wie Rox, wie "traditionelle" Dateimanager
verhält. Er beinhaltet Symbole und Text und ist einfach zu benutzen. Auch wenn
er ursprünglich für Xfce entwickelt wurde,
ist er eine nette Ergänzung für ein Fluxbox-basiertes System.
Befehlsauflistung
10.12: Installieren von Thunar
# emerge -avt thunar
3.11 Bildbetrachter
Viele WM kommen mit Werkzeugen um Bilder innerhalb eines Verzeichnisses zu
betrachten. Diese Anwendungen sind recht klein, erlauben aber kein Editieren (es
wird davon ausgegangen, dass das mit gimp oder ähnlichem erledigt wird).
Das ist nötig, wenn sie die Kommandozeile, gentoo oder Rox als
Dateimanager verwenden. Obwohl thunar auch Thumbnails von Grafiken
darstellen kann, ist ein separater leichtgewichtiger Bildbetrachter weiterhin
eine gute Idee.
Befehlsauflistung
11.13: Installation von gqview
# emerge gqview
gqview kann in jedem Verzeichnis gestartet werden und kann durch alle
unterstützen Bildformate blättern.
3.12 Setzen eines Themas, Hintergrunds und eines Startup-Skripts
Fluxbox hat einige Themen die durch das Rechts-Klick Menü, danach "Fluxbox
Menu" und "System Styles" erreicht werden können. Diese Themen setzen
normalerweise ihren eigenen Hintergrund, der entweder eine einzige Farbe oder
ein ähnlicher Farbverlauf ist. Die meisten Leute ziehen es vor, unabhängig vom
Thema ihren eigenen Hintergrund zu setzen. Um das zu tun, müssen wir eine
weitere Fluxbox Konfigurationsdatei, die das Startup-Verhalten festlegt,
editieren. Starten Sie wieder ihren Texteditor und öffnen Sie:
~/.fluxbox/startup.
Falls diese Datei existiert, löschen Sie sie. Fügen Sie die folgenden Zeilen in
die neu erstellte Datei ein, entkommentieren Sie was Sie brauchen und tragen Sie
die entsprechenden Werte ein.
Befehlsauflistung
12.14: Startup-Skripte für Fluxbox editieren
exec /usr/bin/fluxbox -log ~/.fluxbox/log
3.13 Menü generieren
Der Autor benutzt einen Texteditor um Menüs zu erstellen. Sollte das für Sie
interessant klingen, überspringen Sie diesen Teil und fahren mit Menüs von Hand editieren fort.
Es ist möglich, ~/.fluxbox/menu nach dem automatischen Erstellen
von Hand zu editieren (nächster Abschnitt), um entweder Pakete hinzuzufügen,
oder um jene, die nicht verwendet werden, zu löschen. Beachten Sie, dass das
Löschen eines Pakets aus dem Menü, es nicht vom System, sonder nur aus dem Menü
des jeweiligen Benutzers löscht. Dieses Programm kann nach wie vor über die
Kommandozeile gestartet werden.
Es gibt auf Ihrem System bereits ein Programm, genannt
fluxbox-generate_menu, welches zum Erstellen von Menüs verwendet werden
kann. Um es (als nicht root-Benutzer) zu starten:
Befehlsauflistung
13.15: Menüs generieren
$ fluxbox-generate_menu -is -ds
Es wird empfohlen, dass Sie fluxbox-generate_menu -is -ds statt eines
anderen Programms verwenden, welches die Verzeichnisstruktur von Gentoo
nicht versteht.
Dies kann auch vom Fluxbox-Menü selbst ausgeführt werden. Normalerweise findet
sich ein Eintrag im "Fluxbox"-Menü namens "Regen Menu", welches dieses Skript
erneut ausführt und nach neuen Anwendungen sucht, die installiert worden sind
seit Sie es zum letzten Mal ausgeführt haben.
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Es ist möglich, diese Methode zu verwenden, um Menüs automatisch zu erstellen
und noch immer eine manuelle Kontrolle über diese zu haben. Manuelles
Erzeugen und Editieren von ~/.fluxbox/usermenu (nächster Abschnitt)
gibt dem Benutzer ein personalisiertes Menü, welches beim nächsten Aufruf des
Skripts nicht gelöscht wird.
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3.14 Editieren der Menüs von Hand
Fluxboxs Menü ist eine Textdatei die einer sehr einfachen Syntax folgt, die in
diesem Abschnitt beschrieben wird. Die Standard-Menüdefinition finden Sie in
der ~/.fluxbox/menu Datei.
Menüeinträge um Anwendung zu starten sind durch das [exec] Element
definiert. Sie können einen Eintrag entweder unter der [begin] Definition
(das Hauptmenü), oder zwischen einem [submenu] und der dazugehörigen
[end] Zeile (Untermenü Definition) definieren. Als Beispiel:
Befehlsauflistung
14.16: Definieren neuer Menüeinträge
# angepasstes Fluxbox Menü
[begin] (Fluxbox)
[exec] (XTerm Weiß auf Schwarz) {xterm -ls -fg white -bg black}
[submenu] (weitere Terminals)
[exec] (Aterm Standard) {aterm}
[exec] (Rxvt Standard) {rxvt}
[end]
[end]
Das Hauptmenü beginnt mit der [begin] Definition, gefolgt von seinem
Namen in runden Klammern und endet mit dem dazugehörigen [end]. Alle
Menü-Befehle (hier genannt Definitionen) sind von eckigen Klammern
umschlossen, Menü-Namen von runden, und der eigentliche Befehl von
geschwungenen Klammern. Kommentare in dieser Datei müssen mit # am
Zeilenanfang beginnen.
Im oben gezeigten Beispiel definiert die erste [exec] Zeile einen neuen
Eintrag, genannt "XTerm Weiß auf Schwarz", welcher den Befehl xterm -ls -fg
white-bg black wie von einer Kommandozeile aus aufruft. Das Nächste ist
ein Untermenü welches durch die [submenu] Definition erstellt wird und
danach ein Abschnitt genannt "weitere Terminals", mit zwei weiteren
[exec] Befehlen. Jede Submenü-Definition muss eine dazugehörige
[end] Definition haben.
Es gibt weiter Menü-Befehle die Sie in Ihrer ~/.fluxbox/menu
Datei verwenden können. Bitte lesen Sie für weitere Informationen die online
verfügbare offizielle
Dokumentation.
3.15 Ressourcen
- Das Fluxbox-Wiki
- Fluxbox Entwickler und Anwender in #fluxbox auf irc.freenode.net
3.16 Zusammenfassung
Gratulation! Fluxbox ist jetzt installiert, konfiguriert und bereit verwendet
zu werden. Falls irgendwelche Fragen oder Anregungen auftauchen, schreiben Sie
bitte dem Autor und/oder erstellen sie einen Bugreport unter Gentoos Bugzilla.
Die Inhalte dieses Dokuments sind, sofern nicht explizit
anders genannt, unter der Creative Commons -
Namensnennung / Weitergabe Lizenz lizenziert. Die Gentoo Name and Logo
Usage Guidelines treffen zu.
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